Die Natur als Schlüssel dafür, glückliche Wurzeln zu schlagen

Die Reise auf der Suche nach einem erfüllten Leben beginnt bei Deinen Wurzeln … so ähnlich beginnt Nathalie, die junge Psychologin auf ihrem  schönen Blog happyroots, den ihr sicherlich schon im Web entdeckt habt! Nathalie ist Naturbegeisterte, Dozentin und sogenannte Happiness Mentorin. happyroots ist ihr Herzensprojekt. Aber fragen wir sie selbst:

 

Liebe Nathalie. Vielen Dank für die schöne Website happyroots, auf der ich so gern vorbei schaue, wenn ich wieder Inspiration suche. Für jeden, der sie noch nicht kennt: Worum geht es auf Deiner Seite und was hat das Ganze mit der Natur zu tun?

Nathalie: Liebe Regina, vielen herzlichen Dank für diese wunderschöne Interview-Möglichkeit mit dir! Auf happyroots geht’s darum, wie wir unser Glück tatsächlich und langfristig stärken und vertiefen können und was das mit einem bewussten Lebensstil zu tun hat. Deshalb gibt es auf happyroots Artikel zum Thema „Wurzeln schlagen“ – das eigene Glück entdecken und nähren, „wachsen“ – sich entwickeln, überdenken und vertiefen, und „blühen“ – das Leben bereichern.

Im ersten Schritt ist es sehr wichtig und hilfreich, gut für sich selbst zu sorgen und eine wertschätzende Haltung sich selbst gegenüber zu entwickeln. Wichtig ist dabei, dass wir wirklich schauen, was wir gerade jetzt wirklich brauchen. Unser Glück vertieft sich dann, wenn wir über uns selbst hinauswachsen und uns mit Fragen beschäftigen wie „Wozu möchte ich eigentlich beitragen in dieser Welt?“ oder „Was hat mein Handeln für Konsequenzen – für mein Glück, das von anderen und der Erde?“. Dazu zählen auch unsere Konsumgewohnheiten.

Sehr glückliche Menschen geben interessanterweise ihr Geld anders als, als der Durchschnittsglückliche: Mehr für Erlebnisse, anstatt für Dinge und eher für andere, als für sich selbst. Wenn Durchschnittsglückliche dazu angeregt werden, die 5€, die sie gerade geschenkt bekommen haben, für jemand anderen auszugeben, steigt auch ihr Glück wesentlich höher und länger an, als wenn sie das Geld für sich ausgeben.

Vielleicht ist dann der eigentliche „Zweck“ von Glücklich-sein gar nicht so sehr, dass es uns selbst gut geht, sondern dass wir aus dieser Fülle heraus bewusste Entscheidungen treffen und mit unseren Stärken das Leben um uns herum und auf diesem Planeten bereichern. Spannenderweise erhöht das wiederum unser Wohlbefinden – ein Aufwärtsspirale.

 

Sehr glückliche Menschen geben interessanterweise ihr Geld anders als, als der Durchschnittsglückliche

 

Und hier sind wir direkt beim Thema Natur. Das Leben zu bereichern und daraus sehr viel Glück zu ziehen, schließt mit ein, die Natur zu erhalten und zu schützen, auf der alles Leben stattfindet – einschließlich unseres eigenen glücklichen Lebens. Gleichzeitig ist die Natur bereits ein Schlüssel dafür, glückliche Wurzeln zu schlagen: Spaziergänge in der Natur entstressen, beruhigen, stärken das Selbstvertrauen, fördern die Kreativität, senken Stresshormone und stärken das Immunsystem… und vieles mehr!

 

Gleichzeitig ist die Natur bereits ein Schlüssel dafür, glückliche Wurzeln zu schlagen

 

Was macht denn eine Happiness Mentorin eigentlich als Beruf?

Nathalie: Zum Glück inspirieren. Das passiert natürlich über happyroots, aber auch in Workshops, Vorträgen, Kursen, Wochenendseminaren und im Eins-zu-eins-Mentoring. Gerade läuft die Ausbildung zum „Happiness Trainer“ an, deren Studienmaterialien ich mitgestalten durfte und als Dozentin tätig bin. Dies alles ist ein riesiges Geschenk! Denn beschäftigt man sich mit dem Glück, färbt es automatisch auf das eigene Wohlbefinden ab. Meine Grundversorgung stelle ich dabei über ein wunderbares Projekt der Uni-Essen sicher: Wir entwickeln und geben ein Achtsamkeitstraining für Lehrkräfte und erforschen seine Auswirkungen.

 

Denn beschäftigt man sich mit dem Glück, färbt es automatisch auf das eigene Wohlbefinden ab

 

Ist das Glück/ Wohlbefinden einmal abhanden gekommen, kann man mit Dir, z.B. in einem Happiness Kurs auf Glückssuche gehen. Vielleicht verrätst Du uns kurz, wie man denn Wohlbefinden wiedererlangen, Glück finden und Zufriedenheit steigern kann? Was hat Dankbarkeit damit zu tun?

Nathalie: Zunächst einmal ist es vielleicht das: Wir alle können uns entwickeln. Und wir alle können unser Glück, unsere Lebensfreude stärken und erhöhen. Diese Überzeugung nennt sich „Growth Mindset“. Und tatsächlich ist Glück trainierbar und von all den vielen Wegen und Bausteinen zum Glück, die es gibt, ist es vor allem wichtig, dass wir mit dem ersten Schritt auf einem dieser Wege beginnen.

Gleichzeitig scheint es tragende Säulen für unser Glück zu geben: Eine hilfreiche und positiv-sinnstiftende Sicht auf das eigene Leben, eine freundliche und mitfühlende Haltung uns selbst gegenüber und eine Beziehung zu unserer Mitwelt, in der wir großzügig und fürsorglich sein dürfen und gleichzeitig Unterstützung, Verbundenheit und nahe Beziehungen erfahren. Diese Säulen werden im Happiness Kurs näher erkundet.

 

Dankbarkeit, eine hilfreiche und positiv-sinnstiftende Sicht, eine freundliche und mitfühlende Haltung, eine Beziehung zur Mitwelt, tiefe Beziehungen und Verbundenheit sind tragende Glücks-Säulen

 

Dankbarkeit ist ein Weg, der in alle drei Säulen hineinwirkt und dabei ziemlich einfach und ziemlich schnell ziemlich glücklich machen kann. Es gibt Nächte, nach denen ich nicht unbedingt gerne aufstehe. Vor einiger Zeit gewöhnte ich mir an solchen Morgenden an, wenn der erste Gedanke ein „Och nööö…“ ist, die Dinge aufzuzählen, für die ich jetzt gerade dankbar bin. Da war das schöne Treffen mit der Freundin gestern, das fantastische Essen. Da blitzt ein bisschen Sonne durch die Vorhänge durch. Da liegt mein Freund neben mir. Da ist die Tatsache, dass ich atme. Und dass unsere Zimmerpflanze wunderschöne magentafarbene Blüten bekommt. Da ist die Flasche frisches Wasser neben meinem Bett, die meinen Durst löscht.

 

Und plötzlich ist da Fülle. Dankbarkeit macht mich aufmerksam auf die immense Fülle, die in mir und um mich herum existiert. Und diesen Fülle-Zustand, den nennt man auch Glück

 

Es ist bemerkenswert, dass Dankbarkeit irgendwie aus der Mode gekommen zu sein scheint. Wir wurden daran gewöhnt, immer noch besser werden zu wollen, uns und unsere Lebensumstände zu optimieren, mehr haben, erleben und verdienen zu wollen. Das führt weniger zum Glück als vielmehr zu Unzufriedenheit, Druck, Leere und Stress.

 

 

Und jetzt mal ganz praktisch im Alltag: Die meisten von uns haben eine 40 Stunden Arbeitswoche, viel um die Ohren, oft Stress, selten Zeit und viel zu kurze Wochenenden. Welche Glücksgoodies kannst Du uns auf den Weg mitgeben, die wir sofort und jederzeit (vielleicht sogar aus uns selbst heraus) anwenden können, um das Leben ein Stück zu versüßen?

Nathalie: Neben der kleinen Dankbarkeitsreflexion an miesen Morgenden oder dem Spaziergang in der Natur bin ich immer wieder überrascht von den Effekten der „Three Good Things“ Übung: In dieser Übung schreibst du jeden Abend drei Dinge des vergangenen Tages auf, die dich gefreut haben. Das können ganz kleine Dinge sein, wie das mitsingen beim Lieblingslied, die frische Morgenluft, die belebende Dusche oder ein Lächeln von einem anderen Menschen. Diese kleine Übung verschiebt bereits nach wenigen Tagen die eigene Perspektive ins Positive, in die Fülle. Manche Seminarteilnehmer berichten, dass sie danach viel besser ein- und durchschlafen. Andere erleben, dass sie schon im Verlauf des Tages viel stärker auf die kleinen positiven Dinge achten und sie dann auch intensiver wahrnehmen und genießen. Einige sagen sogar, dass sie sich nach ein paar Tagen schon deutlich wohler und freudiger fühlen und dass dieser Effekt noch lange anhält.

 

Du warst vor wenigen Wochen auf einem Retreat. Magst Du uns etwas darüber erzählen?

Nathalie: Ein Retreat, übersetzbar mit „Rückzug“, erlebe ich immer als sehr sehr wertvoll: Ein Ort im Grünen mit lieben Menschen, teils bekannt, teils unbekannt, kein Handy, kein Internet, keine Mails, köstliches Essen und ganz viel Zeit. Für gewöhnlich sind das die Gelegenheiten, wo ich wirklich einmal ganz runterfahre und so richtig bei mir ankomme. Das war auch in der Woche über Ostern wieder so. Das Besondere an diesem Retreat war, dass hier der Schwerpunkt auf einer Meditation lag, die mich sehr berührt hat. Im „bei-mir-selbst-ankommen“ habe ich irgendwann … „erlebt“ und wirklich gefühlt (nicht nur gewusst), dass ich mein ganzes Leben lang schon von allen möglichen Menschen, nah und fern, unterstützt, mit Nahrung, Kleidung, Zuneigung und Inspiration versorgt werde und dass mich schon mein ganzes Leben lang die Erde ernährt und beschenkt. Ein weiterer ganz besonderer Moment war der sekundenlange Blickkontakt mit einem wunderschönen jungen Hirsch.

 

Und zu guter Letzt: Worum geht es in Deinem kostenlosen eBook, mit dem Titel „Das Glücksprojekt. 5 Schritte, um Dein Potential für diese Welt zu entfalten“?

Nathalie: Jeder von uns kann sich selbst zu seinem eigenen Glücksprojekt machen. Und die fünf Schritte führen anhand von kleinen Übungen vom „Wurzeln schlagen“ und glücklich werden zum „wachsen“ und schließlich zum „blühen“. Das eigene Lächeln kann diese Welt auf so viele Arten bereichern und dieses  möchte dafür Impulse geben.

 


Vielen Dank für das schöne Interview und Deine inspirierenden Worte für mehr Glück im Alltag! Wer jetzt Lust bekommen hat, seinem Glück auf die Spur zu kommen, kann hier zum Beispiel einen Happykurs besuchen.

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